Archiv für Oktober 2010

359+x=364

Nach dem Siebten Existenzsicherungsbericht von 2008 würde das Existenzminimum, abzüglich von den Kosten für die Unterkunft, in diesem Jahr bei 364 Euro monatlich liegen.
Und genau diesen Betrag erhielt die Bundesregierung bei der Neuberechnung der Hartz IV-Regelsätze. In einem Gastbeitrag in der Zeit online stellt die Juristin Anne Lenze, Professorin an der Hochschule Darmstadt, die – juristisch – fehlerhaftesten Rechnungen vor.

„Freibier statt Hartz IV“


Das Kom­man­do „Sekt statt Sel­ters“ hat am 4. Oktober 2010 unter dem Motto „Frei­bier statt Hartz IV“ in der ARGE Er­furt Frei­bier und Flug­blät­ter ver­teilt…
Die Be­diens­te­ten waren wenig be­geis­tert: Nach we­ni­gen Mi­nu­ten wurde das Kom­man­do vom Si­cher­heits­dienst des Ge­bäu­des ver­wie­sen. Vor der ARGE fan­den dann aus­führ­li­che­re Ge­sprä­che mit den Kun­den der Agen­tur statt. Dabei wurde klar: Wenn die Leute nicht mehr im Blick der Sach­be­ar­bei­ter sind, wer­den sie deut­lich. Viele sind wü­tend über die ver­lo­ge­ne und stig­ma­ti­sie­ren­de Dis­kus­si­on über die Re­gel­sät­ze, aber auch über den Um­gang mit Ar­beits­lo­sen über­haupt. Und wenn eine nette alte Dame in Rich­tung ARGE ruft „Man müss­te sie alle auf­hän­gen“, dann ist diese An­sicht viel­leicht nicht der Gip­fel der Eman­zi­pa­ti­on, sie zeigt aber, wie wü­tend die Leute sind.
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